Der Verein - Allgemeines
Die Initiative, in Ingolstadt pädagogische Einrichtungen zu gründen, geht auf interdisziplinäre Seminare an der damaligen Gesamthochschule Eichstätt und der heutigen Katholischen Universität zurück, die in den Jahren 1979 - 1982 von folgenden Personen geleitet wurden:
- Prof. Dr. Peter Paulig und seine Mitarbeiterin,
- Frau Dr. Regina Schnell, Schulpädagogik,
- Prof. DDr. Herbert Tschamler
- und sein Assistent Dipl.-Päd. Peter Freidhoff, Allgemeine Pädagogik;
- außerdem der Philosoph Professor Dr. Bernhard Schleißheimer
Die Diskussion ging über Fragen des Kindseins in Kindergarten und Schule. Gerade das Problem der Integration stand im Mittelpunkt des Interesses. Daraus entstand auch die Frage, inwieweit die Pädagogik über den Rahmen einer akademischen Disziplin hinaus Gestalterin und Anregerin in den verschiedenen pädagogischen Praxisfeldern sein sollte. Um den Schonraum der Reflexion zu verlassen, wurde nach intensiven Diskussionen und Überlegungen der Entschluss gefasst, nach Möglichkeiten der Realisierung bestimmter pädagogischer Zielvorstellungen im Raum Eichstätt und Ingolstadt zu suchen.
Folgende Einrichtungen wurden geschaffen:
• Die Johann-Michael-Sailer-
Schule, als Grund- und
Hauptschule (1985)
• Der Pädagogische
Beratungsdienst (1985)
• Die Pädagogische Akademie
(1986)
• Der integrierte Hort (1987)
• Das Therapiezentrum (1991)
• Der Integrationskindergarten
Villa Kunterbunt (1989)
• Der Schulkindergarten (1992)
• Der Integrationskindergarten
Hollerstauden (1996)
• Integrationsfachdienst (1998)
• Die Kinderkrippe (2001)
Um die pädagogische Arbeit der vielen Einrichtungen zu koordinieren und um Fragen der Integration und der Montessori-Pädagogik kontinuierlich zu erörtern, wurde 1992 die so genannte "Leiterrunde" eingerichtet. In dieser treffen sich in regelmäßigen Abständen alle Leiter der Einrichtungen, um über die Arbeit in ihrer Einrichtung zu berichten, Probleme zur Sprache zu bringen usw. Die Leiterrunde ist ein Versuch, durch Vernetzung der Arbeit die gemeinsamen Ziele und Anliegen des Förderkreis es ständig bewusst zu machen.
Der Vernetzung der Arbeit in allen Einrichtungen dienen auch die Arbeitskreise "Kindergarten und Grundschule" sowie "Grundschule und Hauptschule". Außerdem wird in Einrichtungsübergreifenden Fallkonferenzen die gemeinsame Verantwortung von allen für alles immer wieder bewusst gemacht. Die wöchentlichen Konferenzen – vom Großteam bis zum Stufenteam – sind integraler Bestandteil der gemeinsamen Arbeit am Kind. Besondere Bedeutung haben in diesem Zusammenhang auch die internen jährlichen Fortbildungswochenenden, bei denen alle Mitarbeiter/innen jeweils von bestimmten Einrichtungen die Arbeit gemeinsam analysieren, Fragen von allgemeiner Bedeutung erörtern und neue Initiativen planen.
Wichtige Ergänzung dieser "Binnen-Vernetzung", die letztlich immer das Ziel hat, das Maßgebende für die "Arbeit am Kind" gemeinsam zu reflektieren, ist auch die "Außen-Vernetzung". So sind z. B. von der vertrauensvollen Kooperation mit der "Schule für individuelle Lebensbewältigung", St. Vinzenz, und der Schule für Körperbehinderte sowie der Hauptschule an der Herschelstraße, aber auch durch den regelmäßigen Erfahrungsaustausch in der überregionalen Arbeitsgemeinschaft der Montessori-Hauptschulen schon wichtige Impulse für unsere Arbeit ausgegangen.
Um die überindividuelle Verantwortung weiter zu entwickeln, suchen außerdem Mitglieder des Vorstandes regelmäßig jede einzelne Einrichtung auf.
Diese "Kontaktaufnahme im Rotationsverfahren" hält der Förderkreis im Hinblick auf eine möglichst reibungslose Arbeit in der einzelnen Einrichtung im Sinne der pädagogischen Zielsetzungen für unverzichtbar und hilfreich.
Für hilfreich deswegen, weil bei diesen Gesprächen im relativ kleinen Kreis der Austausch von Informationen erfahrungsgemäß viel dazu beiträgt, z.B. Missverständnisse auszuräumen und spezielle Probleme in der Einrichtung möglichst unkonventionell zu lösen. Erfahrungen, Beobachtungen und Einsichten, die im Rahmen dieser "Gespräche vor Ort" gemacht werden, die im Hinblick auf die Ziele und Aufgaben des Förderkreis es von allgemeinem Interesse sind, werden in der Leiterrunde erörtert.